Heinrich Horwitz (1984 in München geboren) ist Regisseurin, Schauspielerin und Choreografin. Sie studierte Schauspielregie und Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Seit dem Studium realisierte sie Produktionen sowohl in der freien Szene als auch an diversen Stadttheatern, unter anderem am Maxim Gorki Theater Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Staatstheater Mainz, Theater und Orchester Heidelberg, Theater Rampe Stuttgart, Sophiensaele Berlin, INKONST in Malmö/Schweden und Kosmos Theater Bregenz. Am Staatstheater Mainz zeichnete sie sich für die Choreografie und Co-Regie der Deutschen Erstaufführung von Machthaber (Kathrin Röggla) verantwortlich, die 2013 zum Heidelberger Stückemarkt und zum Autorenfestival »Maximierung Mensch« eingeladen war.
2014/15 recherchierte sie im Rahmen des ETC Projekts »The Art of Ageing« gemeinsam mit dem kroatischen Autor Ivor Martinić und inszenierte dessen neues Stück Ich befürchte jetzt kennen wir uns (Premiere 2014). Die Produktion Palais idéal, ihres Künstlerduo «Horwitz & Hess», wurde bei den Tanztage 2015 an den Sophiensaelen Berlin gezeigt und ist prämiert mit dem Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg. 2017 inszenierte sie mit den Tänzer*innen des Ballett Rossa an der Oper Halle für die Reihe Kunstwerk der Zukunft den Abend Der Ritt der Walküren zur Abschaffung des Feminismus. 2017 arbeitet sie zum erstenmal mit dem DECODER Ensemble, für den Abend As present as possible, an der Elbphilharmonie in Hamburg zusammen.

Neben der Regie arbeitet sie kontinuierlich auch als Schauspielerin am Theater, wie dem Théâtre National du Luxembourg, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Nationaltheater Weimar, an der Komödie Düsseldorf, und an der Volksbühne Berlin, sowie in Film und Fernsehen. So war sie unter anderem in dem Kinofilm Nachmittag und in diversen Folgen des Tatort zu sehen, für ihre Rolle in Bruder Esel erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis. 2016 spielte sie erneut bei Angela Schanelec, in ihrem neuem Kinofilm Der traumhafte Weg. Ausserdem war sie Performerin in dem Projekt LOVE FICTION von The Agency, das im Rahmen des Freischwimmer Festivals an der Gessnerallee in Zürich 2016 Premiere hatte und dann an den Sophiensaelen Berlin, dem brut Wien, FFT Düsseldorf, Mousonturm Frankfurt und an den Münchner Kammerspielen 2016/2017 gastierte. Der Abend Deutsche Märchen, unter der Regie von Hasko Weber läuft in der Spielzeit 2017/2018 am DNT in Weimar. 2018 spielte sie in der ARD Serie „Der Bozen Krimi“ in der Folge Nr. 8 „Düsteres Schweigen“, unter der Regie von Thorsten Näter.
Sie hat seit 2016 einen Lehrauftrag an der Schauspielschule Bühnenstudio Hamburg und inszenierte 2018 erneut das Abschlusstück der Studierenden I AM SHAKESPEARE.